Liedtexte
Ich weiß nicht mal mehr, wo ich anfangen soll,
diese Leere in mir macht mich langsam voll.
Dabei dürfte ich mich eigentlich nicht einsam fühlen,
ich hab Menschen um mich, die mich sehen und spüren.
Freunde sind da, meine Eltern hören zu,
und trotzdem findet meine Seele keine Ruh.
Da ist jemand, der da ist, aber nicht wirklich bei mir,
und genau dieses Gefühl zerbricht etwas in mir.
Mein Vater sagte immer nur aus Spaß:
„Auch zu zweit ist man allein.“
Doch heute merk ich, was er meinte,
denn genau das scheint mein Leben zu sein.
Ich hab mich noch nie so verloren gefühlt,
keine Liebe, kein Verständnis, nichts, was mich berührt.
Doch Nähe spüre ich, auf eine seltsame Art,
eine Nähe mit Gedanken, aber ohne Herz.
Sie kommt nur dann, wenn man etwas gut machen will,
oder wenn man hofft, dass Intimität wieder fühlt.
Doch für mich fühlt sie sich fremd und falsch an,
ein Gefühl, das mich nur noch zittern lassen kann.
Vielleicht versteh ich alles wieder falsch,
so wie man mir immer wieder sagt.
Doch ich glaube eher, dass mich niemand versteht,
egal wie oft man dieselben Worte erklärt.
Und irgendwann macht es müde,
immer wieder gegen Wände zu reden.
Eine kahle, weiße Wand,
die meine Sprache nie verstehen wird.
Also rede ich weniger,
starre nur noch diese Wand an,
mit Augen, die längst nicht mehr hoffen,
weil man das Gefühl hat, nicht zu passen.
Vielleicht braucht diese Wand
ein schönes, helles Bild.
Doch ich bin kein farbenfrohes Gemälde,
das jedem sofort gefällt.
Ich bin ein dunkles, trauriges Bild,
mit Ecken, die über den Rahmen gehen.
Man muss mich verstehen wollen,
um mich wirklich sehen zu können.
Und ja, ich weiß,
dass ich kompliziert bin.
Doch jemand, der mich einmal kannte,
hat mir etwas gesagt, das ich nie vergess:
„Du bist nicht kompliziert,
du bist es nur nicht gewohnt,
richtig geliebt zu werden.“
Dieser Satz bleibt für immer in mir.
Denn ich habe Dinge erlebt,
die mich bis heute formen,
die ich niemals verdient hab.
Und das Verrückte ist:
Es gab einen Menschen,
der mich wirklich verstanden hat.
Er sah mich so, wie ich bin.
Er wusste, was ich brauche,
ohne dass ich es erklären musste.
Bei ihm war ich nie leer,
nie wütend, nie verloren.
Ich hätte alles für ihn getan.
Mit ihm fühlte ich mich frei.
Nächte lang durch die Straßen,
stundenlang im Auto,
einfach nur existieren.
Diese Nähe war anders.
Ohne Hintergedanken.
Ohne Erwartungen.
Einfach friedlich.
Ich dachte immer,
wir wären füreinander bestimmt.
Das Schicksal hat uns
immer wieder zusammengeführt.
Doch genau deshalb
tat sein Schmerz am meisten weh.
Er holte mich aus meinen Tiefen
und ließ mich jedes Mal wieder fallen.
Und jedes Mal,
wenn er zurückkam,
war alles vergeben.
Ich war wieder glücklich.
Doch je öfter er ging,
desto fester hielt ich fest.
Bis nichts mehr von mir übrig blieb.
Bis ich mich selbst verlor.
Und obwohl er endgültig weg ist,
frage ich mich bis heute:
Warum?
Und was wäre, wenn?
Eigentlich müsste ich ihn hassen.
Aber ich kann es nicht.
Denn ich werde nie wieder
so für jemanden fühlen wie für ihn.
Und genau das hat mich verändert.
Meine Liebe.
Meine Persönlichkeit.
Meine Seele.
Manchmal glaube ich,
dass ich selbst zu dieser weißen Wand geworden bin.
Leer.
Still.
Ohne Gefühle.
Doch ich bin so viel mehr als das.
Und trotzdem habe ich das Gefühl,
um Aufmerksamkeit,
um Zuneigung,
um kleine Gesten betteln zu müssen.
Wie ein ausgesetzter Hund,
der nur darauf wartet,
endlich ein Zuhause zu finden.
Aber das kann doch nicht
meine Bestimmung sein.
Denn einmal wurde ich geliebt.
Und heute bleibt nur diese Leere,
die ich selbst nicht erklären kann.
Ich fühle nur noch Last.
Keine Kraft mehr zu kämpfen.
Keine Erwartungen.
Keine emotionale Nähe.
Berührungen fühlen sich nicht mehr vertraut an,
sondern bedrängend.
Und langsam frage ich mich,
ob ich selbst das Problem bin.
Ob etwas mit mir nicht stimmt,
weil ich so viel Abstoßung empfinde.
Und jetzt stehe ich hier,
ratlos wie nie zuvor.
Ist es besser weiterzugehen?
Oder macht es alles nur schlimmer?
Kann diese kahle Wand
vielleicht doch noch geschmückt werden?
Mit einem Bild von mir,
das endlich verstanden wird.
Das endlich die Liebe bekommt,
die es schon immer verdient hat.
Oder verdient
ein dunkles und trauriges Gemälde
wie ich
am Ende wirklich keine Liebe?
Musikstil
Hip Hop, Sad, Melancholic, Singing-Rapping (Melodic Rap), Female Vocals, Vocal Effects, Whispered Vocals, Piano, Slow (66-76 BPM), Male Vocals